Zimmerpflanzenpflege – Tipps gegen hartes Wasser beim Gießen

Wasserhärte in Köln

 

Das Kölner Leitungswasser, besonders linksrheinisch, ist dafür bekannt besonders hart zu sein. Verantwortlich dafür sind ein hoher Magnesium- und Kalziumgehalt. Obwohl die hohe Härte des Wassers vor allem bei der Reinigung von Haushaltsgeräten wie Wasserkocher oder Kaffeemaschine nervig sein kann, sind die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium generell gut für uns Menschen und hartes Wasser nichts schlechtes.

 

Hartes Wasser: Wirkung auf die Pflanzen

 

Anders sieht das bei Pflanzen aus.

Generell lässt sich sagen, dass kalkreiches Wasser beim Gießen von Pflanzen zu einem höheren Kalkanteil in der Erde führt. Dies hat zur Folge das der pH-Wert steigt, was wiederum die Nährstoffaufnahme erschwert. Verschiedene Pflanzen reagieren unterschiedlich sensibel auf diese Gegebenheit, grundsätzlich kann hartes Wasser aber zu Chlorose führen, einer Mangelerscheinung die sich durch die Gelbfärbung der Blätter oder Blattspitzen äußert. Wird trotz dieser Anzeichen nichts unternommen kann die Pflanze schlimmstenfalls eingehen.

 

Chlorose muss aber nicht zwangsläufig mit der Härte des Gießwassers zu tun haben. Nährstoffmangel kann auch durch zu seltenes Düngen oder alte Blumenerde hervorgerufen werden. Wenn diese beiden möglichen Ursachen ausgeschlossen werden können, sollte man das Wasser ins Auge nehmen. Eine kostengünstige Methode Zimmerpflanzen zu düngen oder das Umtopfen mit neuer Erde hinaus zu zögern ist alle paar Monate den Kaffeesatz von ein paar Tagen auf einem tiefen Teller zu sammeln und trocknen zu lassen um zu vermeiden das er anfängt zu schimmeln. Dann kann er leicht unter die Blumenerde gemischt werden und versorgt die Pflanzen mit wertvollem Phosphor, Stickstoff, Kalium und Gerbsäure.

 

3 einfache und kostengünstige Tipps gegen hartes Wasser

 

1. Wasserenthärtungfilter

Wasserenthärtungsanlage verwenden: Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn man in einer Region mit hartem Wasser lebt, benutzt man ggf. ein Filtersystem wie Britta um die Haushaltsgeräte vor schneller Verkalkung zu schützen. In dem Fall kann man auch einfach das Gießwasser filtern.

 

2. Abgestandenes Wasser verwenden

Lässt man das Wasser vor dem Bewässern stehen, können sich die Mineralstoffe am Boden und den Wänden der Gießkanne ablagern bzw. absetzen. So wird ihr Anteil auf natürliche Weise reduziert. Diese Methode ist gleichzeitig die mit dem geringsten Aufwand. Wenn man die Möglichkeit hat Regenwasser zu sammeln ist das mindestens genau so gut und kostet nichts.

 

3. Wasser erhitzen

Durch das Erhitzen von hartem Wasser lässt sich der Härtegrad ebenfalls reduzieren. Durch das Abkochen werden Kalzium- und Magnesiumverbindungen gebrochen, sodass sich die einzelnen Mineralien absetzen können. Selbstverständlich sollte man das Wasser vor dem Gießen abkühlen lassen. Generell eignet sich Wasser mit Zimmertemperatur oder lauwarmes Wasser.

 

 

Diese drei Methoden sind die einfachsten um hartem Wasser entgegen zu wirken. Vorausgesetzt man besitzt schon einen Britta-Wasserfilter. Des weiteren kann man das Wasser vor dem Gießen noch verdünnen z.B. mit destilliertem Wasser oder Wasserenthärter im Fachhandel erwerben. Letztere kommen aber häufig mit zusätzlichen Nährstoffen. Daher sollte beim Kauf auf die Inhaltsstoffe geachtet werden oder bei regelmäßigem Düngen die Menge des Düngers reduziert werden. Wir wollen uns in diesem Artikel aber auf möglichst kostenlose Varianten konzentrieren.

Wenn man vorsichtig dosiert, besteht noch die Möglichkeit ein altes Hausmittel zu verwenden. Essig oder Essigessenz hat jeder zu Hause und sie eignen sich nicht nur prima zum Entkalken von Wasserkochern. Auch im Gießwasser lässt sich mit ihrer Hilfe der Kalkanteil im Wasser reduzieren. Hier sollte man sich aber vorher schlau machen welchen Härtegrad das Wasser in der Heimatstadt hat. Hier ist zu beachten, dass innerhalb einer Stadt verschiedene Wasserversorger in unterschiedlichen Stadtteilen zuständig sind. In Köln ist das Leitungswasser linksrheinisch härter als das auf der rechten Seite. Kennt man die genaue härte kann man Essig in der richtigen Dosierung verwenden, um den Pflanzen ihr bevorzugtes, leicht saures Wasser zu mischen.